Liebe Leser, hallo Freunde und Familie!                                                       Spunk Rallye Team

        Hier stellt Rita, das quirlige Gegenstück  ;-) zu unserem Kurt,
        während unserer Teilnahme an der Tuareg Rallye 2009, von uns zugesandte SMSén,  
        mit Neuigkeiten von der Rallye, ein. Danke für deine Mühe.

        Wir wählen den Weg der SMS (39cent pro SMS, empfangen kostet nix),
        da telefonieren in Marokko unsere persönliche Finanzkrise werden würde.
       

                                                                                                                       
                                                                                                                        
         
Viel Spaß beim Lesen   


        

         
        Wir drücken allen Teilnehmern an der Rallye die Daumen und freuen uns
        darauf so viele Verrückte kennenzulernen. Mit sportlichem Gruß

                                                                                                                            Bernd,

        
                                                                                                                    Spunk   
                                                                                                                            und Tom


       

            
  Los geht es! 

       

        22.03.2009
        Technische Abnahme im Hafen von Almeria
        Nachdem wir das Ein- und Ausladen in Südfrankreich noch mal geübt hatten,
        ging es diesmal schon deutlich schneller. Es gab keine Probleme bei der Abnahme der Motorräder.
        Nun hatten wir Zeit uns mit dem Roadbook zu beschäftigen. Die Fähre sollte abends eintreffen und
        es war geplant um 20 Uhr mit dem Einschiffen zu beginnen um 23 Uhr wird abgelegt und wir bereiten
        uns auf den ersten Tag vor. Wenn morgen die Zollformalitäten erledigt sind wird  eine Etappe von 350 km
        Offroad unsere erste richtige Herausforderung sein.

       
23.03.2009

        Start in Melilla Nador, READY TO RACE!
        Um 16.05 passieren sie den Check-Point Nr. 3, leider fällt Spunk danach mit einem Radlagerschaden am
        Hinterrad aus und muss auf den Lumpensammler warten. Sie beendet den Tag auf Platz 22.

        Bernd fährt weiter und erreicht das Ziel der heutigen Tagesetappe
        Missor nach einer Gesamtfahrtzeit von
        9 Stunden und 35 Minuten als 11. vom 47 Amateurfahrern.
        Bei den Profis wäre Bernd mit dieser Zeit auf Platz 55 gelandet!
        15 Profis wechseln nach dem heutigen Tag in die Amateur-Spur.

        24.03.2009
        Morgens kommt die Meldung von Bernd:  Wir sind READY TO RACE!
        Das bedeutet, das Hinterrad wurde gewechselt und weiter geht es zum
        heutigen Etappenziel Merzouga sind es ca. 400 km. Die beiden erreichen
        den letzten SCP ca. 17 Uhr und wissen noch nicht, warum sie dort trotz
        Anmahnens die Zeitkarten nicht abgezeichnet bekamen.  
        Das waren die ersten 2 Strafstunden.

        Zeitlimit für die Ankunft in Merzouga war 19:15 Uhr.
        Um 19 Uhr lagen noch ca. 6 km Dünen zwischen den Suzukis und dem Ziel.
        Es gab auch einen Weg drumherum, der aber deutlich länger war und damit
        keine Chance die Zielzeit zu erreichen. Also haben sie beschlossen durch die Dünen zu fahren.
        Dieses Vorhaben wurde abgebrochen.
        Nach fast 400 km Tagesetappe, bei tief stehender Sonne mit fast keiner Sicht, war es nicht zu schaffen.
        Man hat beschlossen den Weg "drumherum" zu nehmen und damit wurde leider das Zeitlimit nicht erreicht.
        Das waren dann die nächsten 2 Strafstunden.

        Mit 14 Stunden und 26, bzw. 29 Minuten landeten sie auf Platz 26 und 27

        Wenn Bernd und Spunk die Strafstunden nicht bekommen hätten, dann wäre Platz 21 und 22 drin gewesen.

        25.03.2009

        Spunk nimmt heute eine Auszeit um die geschundenen Kniegelenke zu schonen und schickt Bernd alleine auf die Reise.

        AN DIESER STELLE:  
        EIN HERZLICHES DANKESCHÖN AN ALLE,
        DIE SICH PER SMS IN DEN LETZTEN TAGEN MIT GUTEN WÜNSCHEN GEMELDET HABEN

        Nachdem Bernd heute die Dünenetappen bei 30 Grad in der Sollzeit geschafft hat und
        er dabei leider zweimal den Neckbrace zum Einsatz brachte, wird es am

        26.03.2009

        noch einen Pausentag geben. Almuths Knie danken es und  die beiden üben heute
        das Sandfahren noch ein bißchen. Die Dünen sind beeindruckend, das Surfen darauf ist toll.
        Das Aufheben der Motorräder ist doppelt so schwer.
        Bei beiden melden sich jetzt auch die Schultern und man hofft auf die Wirkstoffe des Ibuprofens.


        27.03.2009

        Dünenracetag:     Tagesergebnis:         Almuth Pletz 14 und Bernd Platz 15 von 38
                                      Gesamtstand:          Bernd Platz 25 und Almuth Platz 26

        Heute galt es den CP auf der Hausdüne zu erreichen.
        Notfalls durfte das letzte Stück auch zu Fuß bewältigt werden.    
        Wer das jedoch einmal versucht hat, hat wohl bei der nächsten Runde
        alles daran gesetzt auf zwei Rädern bis oben zu kommen.

        Am Vormittag waren die Sichtverhältnisse durch starken Standsturm  sehr schwierig.
        Das Race war am frühen Nachmittag zu Ende und pünktlich setzte ein sintflutartiger
        Regen mit Gewitter ein. Bernds Suzuki hat sich leider ein paar Sandkörner durch den
        Luftfilter geschmuggelt und schrauben wäre jetzt dringend angesagt,
        ist aber bei diesen Wetterverhältnisse einfach nicht möglich.

        Da sich das Wetter am Samstag nicht bessern soll und die Satellitenbilder über ganz Marokko
        dicke Regenwolken zeigen, planen die drei morgen die Strecke bis Missour mit dem Gespann
        zurückzulegen, dort die notwenigen Schraubereien zu erledigen, um dann am Sonntag von
        Missour bis Nador wieder mitfahren zu können.

        28.03.2009

        morgens kommt die Meldung von Bernd:   1. Sonderprüfung des Tages:
        BERGEN  DES  LT  AUS  DEM  SCHLAMM !!!

        Die Orga-Leitung überlegt noch, ob man diese Etappe verlegt und wegen der widrigen Wetterverhältnisse über die Straße nach Missour                     gefahren werden soll.

        Abends kommt folgende info aus Missour:
        Wir sind gut in Missour angekommen!

        Morgens  haben wir die Motorräder in knöcheltiefem Klebematsch barfuß eingeladen
        und wurden dann vom Rallye-LKW rausgezogen.
        Wir haben zwei Kranke und einen weiteren Motorradfahrer mitgenommen.
        Der LT war mit 6 Leuten und deren Klamotten rappelvoll.

        Unterwegs: Diverse überschwemmte Straßen, das Wasser stand bis über die Radnaben
        und die Strömung war zum Teil auch sehr kräftig. Wir haben es schadlos überwunden.
        Derzeit planen wir auch morgen die restliche Stracke nach Nador mit dem Auto zu fahren,
        da das Wetter weiter so schlecht bleiben soll.  

        Bis jetzt werden noch 20 Motorradfahrer vermisst, die sollen noch vor dem Atlas Gebirge
        sein und werden nun mit dem LKW geborgen. Ein Ralley-Auto ist in einer Furt gekentert,
        die Fahrer sind aus dem Auto gekommen und wohl im Krankenhaus.
Für den 28.03. sind
        alle auf Platz 3 gesetzt worden, die diese Strecke nicht mit den Motorrädern gefahren haben.
        Man hat wohl die besonderen Umstände berücksichtigt.


        29.03.2009

        Auch heute wird die Strecke Missour zurück nach Nador mit dem LT gemacht.
        Nach den Erfahrungen von gestern und mit dem Wetterbericht von heute will man kein Risiko eingehen.

        Abends kommt die Meldung: Eintreffen in Nador bei Regen, es geht jetzt auf die Fähre.

        30.03.2009

        Ankunft in Almeria! Hier soll jetzt noch eine kurze Navigations-Etappe gefahren werden
        und danach ist dann Zieleinlauf und Siegerehrung.


        18.04.2009    ---->  Nach der Rallye ist vor der Rallye.....
        wir sind heile zurück und arbeiten an einem ausführlichen
        Bericht über die Teilnahme an Tuareg Rallye 2009. Bitte habt ein wenig Geduld.
        Bilder von der Rallye sind kommende Woche Online.
        An dieser Stelle schon einmal Danke für das Mitfiebern bei unserem Abenteuer, es ist bis nach
        Afrika zu uns vorgedrungen.
        Für Rita, die ruhelose Reporterin, lassen wir uns etwas Besonderes einfallen ;-) ,
        ohne sie wärt Ihr nicht "live" dabei gewesen.
        Almuth und Bernd